Unterricht mit allen Dozenten an der Domorgel
Mitwirkende
-
Christoph SchönfelderDomorganist St.GallenSeit 1. August 2023 ist Christoph Schönfelder als Domorganist an der Kathedrale von Sankt Gallen sowie als Künstlerischer Leiter der internationalen Domorgelkonzerte sowie des Orgelsommers tätig. Christoph Schönfelder wurde 1992 in Landshut geboren. Seine umfassende musikalische Grundausbildung erhielt er bei den Regensburger Domspatzen, zusätzlich hatte er beim dortigen Domorganisten Prof. Franz-Josef Stoiber Orgelunterricht. Christoph Schönfelder studierte Orgel, katholische Kirchenmusik und Klavier an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Prof. Harald Feller, Wolfgang Hörlin und Prof. Olaf Dressler.
Privatstudien zur Musik des 19. und 20. Jahrhunderts führten ihn nach Italien zu Francesco Finotti. Er gewann zahlreiche Orgelimprovisationswettbewerbe u.a. in Stuttgart, Luxemburg, Bayreuth, Landau und Schlägl. Zudem war er erster Preisträger beim Wettbewerb um den Musikpreis des Kulturkreis Gasteig 2017 in München und Stipendiat bei der Studienstiftung des Deutschen Volkes als Organist sowie beim Förderverein “Freunde Junger Musiker” mit Klavier. Konzertreisen führten ihn u.a. nach Österreich, Spanien, Italien und Südkorea. Christoph Schönfelder teilt auch seine Vorliebe für zeitgenössische Musik gerne mit seinem Publikum und präsentiert Werke von Oskar Sigmund, Kaikhosru Shapurji Sorabji und Bruce Mather. Seine Transkription von Rachmaninows 2. Klavierkonzert für Orgel wurde vom Bayerischen Rundfunk dokumentiert.
Er unterrichtete von 2017 bis 2023 erst als Lehrbeauftragter und später als hauptamtlicher Dozent an der Hochschule für Musik und Theater in München Liturgisches Orgelspiel und Improvisation.
Zudem gibt er regelmäßig Fortbildungskurse in Improvisation. -
Emmanuel Le DivellecEmmanuel Le Divellec ist Professor für Orgel und Leiter der Abteilung Orgel/Kirchenmusik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Ausserdem unterrichtet er historische Improvisation für Tastensintrumente an der Schola Cantorum Basiliensis und ist Mitbegründer der Forschungsgruppe Basel für Improvisation (FBI), die 2018 ein umfangreiches Compendium Improvisation herausgegeben hat. Die Pädagogik der Improvisation und deren Verknüpfung zur Stilkunde ist ein Schwerpunkt in seiner künstlerischen Tätigkeit. Seit über 20 Jahren ist er Redaktor bei La Tribune de l’orgue und hat bereits mehr als 80 Aritkel über Improvisation geschrieben.
1966 in Paris geboren, entschied sich Emmanuel Le Divellec nach dem Universitätsstudium (Diplom für Astrophysik) für die Musik. Er studierte Orgel bei Marie-Louise Jaquet-Langlais und André Isoir in Paris, danach bei Guy Bovet an der Musikhochschule Basel. An der Schola Cantorum ergänzte er seine Ausbildung bei Rudolf Lutz für die historische Improvisation und bei Andrea Marcon für Cembalo. Emmanuel Le Divellec leitete von 2000 bis 2011 eine Orgelklasse an der Hochschule der Künste Bern und war 2000-2008 Organist der dortigen Französischen Kirche.
-
Rudolf LutzRudolf Lutz ist ein international gefragter Schweizer Musiker, der sowohl in der Barockmusik als auch in der Klassik, im Jazz und der Volksmusik zu Hause ist. Seine Arbeit als Dirigent, Pianist, Organist, Cembalist, Kammermusiker, Komponist, Improvisator und Dozent wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kulturpreis des Kanton St. Gallen (2006), dem Preis der STAB-Stiftung für Abendländische Ethik und Kultur für sein Lebenswerk (2015) und mit dem renommierten Schweizer Kulturpreis (2019).
Rudolf Lutz ist Dirigent und künstlerischer Leiter der J. S. Bach-Stiftung in St. Gallen, Schweiz. Im Jahr 2006 machte es sich die Stiftung zur Aufgabe, über einen Zeitraum von 20 Jahren sämtliche Kantaten, Motetten und Oratorien Bachs unter seiner Leitung aufzuführen. Alle Konzerte sowie 45-minütigen Workshops, in denen Rudolf Lutz die Kernpunkte der Werke erläutert, stehen im Anschluss als hochwertige Videoproduktionen auf der stiftungs-eigenen Streaming-Plattform Bachipedia kostenlos zur Verfügung. Darüber hinaus hat Rudolf Lutz mit dem Stiftungsorchester Bachs Passionen und die Messe in h-Moll sowie Werke von Beethoven, Händel und eigene Kompositionen auf CD eingespielt.
Im Jahr 2016 wurde Rudolf Lutz in das Direktorium der Neuen Bachgesellschaft e.V. Leipzig aufgenommen. 2021 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Zürich.